Abenteuer Weltall

Alexander Gerst ist auf der Internationalen Raumstation angekommen und das
neue Fluoreszenzmikroskop "Flumias" wartet nun auf seinen Einsatz in der
Schwerelosigkeit. Zeit, sich die Geschichte der Himmelsbeobachtung und der
Raumfahrt einmal im Rückblick zu vergegenwärtigen. Das beginnt mit einem
Kapitel über erste Teleskope, Nikolaus Kopernikus und Galilei Galileo,
geht weiter über die ersten Raketen und den Sputnik, den Wettlauf zum Mond
und schließlich bis zur internationalen Zusammenarbeit heute. In weiteren
Kapiteln erklärt uns Martin Jenkins die wissenschaftlichen Fortschritte der
Jahrzehnte seit den ersten unbemannten Satelliten.

Die detailgetreuen Illustrationen von Stephen Biestly im Buch "Abenteuer
Weltall" nehmen uns mit in die Forschungslabore der Internationalen
Raumstation, ins Innere des Space Shuttles und der Sojus-Rakete sowie in
die riesige Halle, in der die Saturn V gebaut wurde. Auch bei der
Mondlandefähre, dem Mondauto und dem Marsrover kann man die technischen
Details noch einmal studieren.

Wie es weiter geht? Auswanderkolonie auf dem Mars? Unwahrscheinlich.
Bislang haben uns Raumsonden ausschließlich unwirtliche Bedingungen auf
den anderen Planeten unseres Sonnensystems gemeldet.


Abenteuer Weltall, Martin Jenkins (Text), Stephen Biesty (Illustrationen),  
Margot Wilhelmi (Übersetzung), Gerstenberg Verlag 2017, 64 Seiten, 6 Seiten Sachregister und Glossar,
16,95 Euro, ab 10 Jahre


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Im Wald von Fontainebleau

Fontainebleau liegt südöstlich von Paris und ist bekannt für seine im Wald verstreut umherliegendenden Boulderblöcke: So als hätten Riesen mit Felsbrocken gewürfelt sieht es dort aus. Mit Proviant und Crashpad auf dem Rücken, guten Kletterschuhen und Magnesia-Kugeln im Chalkbag können Kletterbegeisterte sich dort an verschiedenen Boulderproblemen ausprobieren.

Was man beim Bouldern am Fels mit Kindern beachten muss, erklärt Nina Rebeles Buch „Klettern und Bouldern für Kids am Fels und in der Halle“. In 5 Kapiteln werden die wichtigstens Vorbereitungen für den Hallen- und Outdoor-Sport sowie die nötigen Ausrüstungsgegenstände erklärt.

Die Kletterscheine kann man beim Deutschen Alpenverein – DAV – erwerben, Kletterhallen gibt es in allen Bundesländern bis hoch in den Norden. Der Kletterschein „DAV-Toprope“ ist so etwas wie das „Seepferdchen“ beim Schwimmenlernen, man klettert eine Route nach, bei der ganz oben schon das Sicherungsseil fest in der Wand hängt. Der Kletterschein „DAV-Vorstieg“ bescheinigt einem dann die höheren Weihen des Klettersports.

Nina Rebele; „Klettern und Bouldern für Kids in der Halle und am Fels“, Delius Klasing Verlag – Sport 2015, 24,90 €

Bouldergebiete findet man auch auf der Website „am-Fels.de“

 

Gartenabend mit Igel

„Huch!“

„Wie: Huch?“

Mit der Entdeckung eines kleinen Igels beginnt für die Geschwister Finn und Frieda die Suche nach dem Frühling, denn der Igel ist eigentlich zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht. In einem Pappkarton bringen sie ihn zur Tierärztin, und die wiegt den schmal gewordenen Findling erst einmal und empfiehlt den Kindern nicht nur, den Igel zu füttern, sondern auch auf die Suche nach Frühlingsboten zu gehen, weil es für den Igel das Beste wäre, der Frühling würde nun endlich mal richtig anbrechen. Finn und Frieda ziehen mit ihrem Opa los und finden die ersten Krokusse, entdecken den ersten Grünfinken und die ersten Bienen in einem Baum mit blühenden Weidenkätzchen. Der Igel wird nun auch mit selbst gesammelten Käfern gefüttert. Ein bisschen Geschwistergekabbel und Gefrotzel muss manchmal sein, aber am Schluss kochen alle friedlich zusammen eine Suppe aus den selbst gesammelten Frühlingskräutern und genießen, warm eingepackt in Wolldecken, den ersten Frühlingsabend im Garten zusammen mit ihrem neuen Haustier. Die Dialoge zwischen den beiden Geschwistern sind oft dem Kindermund abgelauscht und erfrischend lebensnah.

Finn und Frieda finden den Frühling, Martin Klein und Kerstin Meyer, Tulipan ABC für Leseanfänger, Lesestufe B, große Fibelschrift, 48 Seiten, 8,95 €

Für gruselfeste Leseanfänger gibt es eine neue Zombie-Geschichte mit Zombert, der auf dem uralten Friedhof lebt und diesmal mit seinen Freunden dort Fußball spielt. Dabei fliegt ihm manchmal sein Bein dem Ball hinterher, wenn er zu sportlich drauflos schießt. Aber das tut Zombies ja nicht weh: Sie setzen das davongeflogene Bein einfach wieder dran und spielen weiter, gegen die großen Jungs von der Straße und mit dem Friedhofswächter Ignaz als unfreiwilligem Zuschauer…

Zombert – Fußballspielen verboten!, Kai Pannen, Tulipan ABC, Lesestufe A, 48 Seiten, große Fibelschrift, 8,95 €

 

Völlig losgelöst im All

„Völlig losgelöst“ lautet der Titel des ersten Abenteuers vom kleinen Major Tom, der mit seiner Freundin Stella und der klugen Roboterkatze Plutinchen an Bord einer Raumstation lebt, weil beider Eltern bei der Raumfahrtbehörde arbeiten. Toms Vater muss gerade ein Gewächshaus auf dem Mars reparieren, weil das Gemüse dort für die Vitaminversorgung der Marsastronauten lebenswichtig ist. Ein Meteorit hatte das Gewächshaus getroffen.

Beim Essen und Trinken in der Schwerelosigkeit muss man ganz schön aufpassen, dass alles im Mund landet und nichts in die Schlitze der Klimaanlage gerät. Tom und Stella haben darin schon Übung.

Als der Bordcomputer meldet, dass ein Sonnensegel repariert werden muss, ziehen Tom und Stella ihre Raumanzüge an, schnallen sich die Rucksäcke mit den großen Luftflaschen voller Atemluft auf den Rücken und haken sich die Sicherheitsleinen an ihren Gürteln fest, damit sie nicht von der Raumstation wegdriften können.

Weltraumschrott hat das Sonnensegel getroffen und beschädigt. Seit der erste Sputnik 1957 um die Erde flog, haben Raketen und Satelliten Schrauben, Kabel, Bolzen und größere Metallteile im Weltraum verloren. Tausende von losen Teilen fliegen mittlerweile im Orbit um die Erde herum.

Der Weltraumausflug zwecks Reparatur wird dann noch zu einem richtigen Abenteuer, als Stellas Sicherheitsleine sich von ihrem Gürtel löst und sie ohne Verbindung zur Station davonschwebt. Aber wozu hat man eine so kluge Roboterkatze wie Plutinchen, die ohne Atemgerät durchs All fliegen und Stella mit ihrer  Sicherheitsleine zurückholen kann?

Ein letzter Blick zurück auf unseren blau schimmernden Planeten zeigt ihnen, wie dünn und zart die Lufthülle unserer Erde ist. Ob das noch lange gut geht, wenn die Menschen mit Abgasen aus Autos und Fabriken diese dünne Lufthülle weiter so verschmutzen?

„Der kleine Major Tom“ ist ein spannendes Weltraum-Märchen, das nebenbei Naturbeobachtungen und Naturgesetze wie zum Beispiel Gravitation oder Lichtbrechung kindgerecht erklärt.

Im zweiten Band – „Rückkehr zur Erde“ – holen Tom und Stella mit dem Space Racer ihren Freund Daniel von der Erde ab und erklären ihm zusammen mit ihrer Roboterkatze Plutinchen, was bei einer Sonnenfinsternis passiert. Dann erforschen sie gemeinsam, warum der Himmel eigentlich blau ist.

Im dritten Band – „Die Mondmission“ – können sie mit dem Mondauto fahren, das die NASA-Astronauten bei ihren Apollo-Missionen auf dem Mond zurück gelassen haben. Die Gravitationskräfte zwischen Erde und Mond und das Zustandekommen der Gezeiten werden erklärt.

Im vierten Band – „Kometengefahr“ – haben Tom, Stella und Plutinchen einen Einsatz, bei dem Plutinchen Bodenproben vom Kometen holt und die Kinder mit dem Roboter-Greifarm ihres Raumschiffs den Kometen in zwei Teile zerbersten lassen und von seinem Kurs auf die Erde abbringen.

Der kleine Major Tom – Band 1: Völlig losgelöst

Band 2: Rückkehr zur Erde

Band 3: Die Mondmission

Band 4: Kometengefahr

Tessloff Verlag, alle 4 Bände von Bernd Flessner, Stefan Lohr und Peter Schilling, je Band 8,95 €

Der kleine Major Tom ist im Antolin-Leseförderungsprogramm gelistet

https://www.antolin.de/all/bookdetail.jsp?book_id=147768

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… I will fly you to the moon / Morning of my life / Songtext von den Bee Gees

In the morning when the moon is at it’s rest,
you will see me at the time I love the best
watching rainbows play on sunlight;
pools of water iced from cold night, in the morning.
It is the morning of my life.

In the daytime I will meet you as before.
You will find me waiting by the ocean floor,
building castles in the shifting sands
in a world that no one understands,
In the morning.
It is the morning of my life,

In the morning of my life the
minutes take so long to drift away
Please be patient with your life
It’s only morning and you’re still to live your day

In the ev’ning I will fly you to the moon
To the top right hand corner of
the ceiling in my room
Where w’ll stay until the sun shines
Another day to swing on clothe’s lines
May I be yawning
It is the morning of my life
It is the morning of my life
In the morning
In the morning
In the morning

 

Wurstfesseln und Fingerabdrücke

Polly erwischt den Wurstdieb im Supermarkt und fesselt ihn mit einer Wurstkette, vorläufig allerdings leider nur im Traum. Polly hat nämlich noch etliche Jahre auf der Schule für kleine Hunde vor sich, auf der man sich auch zum Hütehund oder für den Bergwachtdienst oder als Assistenzhund für Menschen im Rollstuhl ausbilden lassen kann.

Polly möchte Polizeihund werden, wenn sie groß ist, so wie ihre Eltern. Die arbeiten beide seit Monaten an dem Fall des Wurstdiebs und wissen inzwischen, dass Frank Furter der Dieb ist. Er hat nämlich an allen Tatorten seine Pfotenabdrücke hinterlassen.

Allmählich eilt es aber mit den weiteren Ermittlungen, da ein Wurstfest in Kleinbellingen bevorsteht, und wenn dem Wurstdieb nicht rechtzeitig sein Handwerk gelegt wird, dann wird aus dem geplanten Fest nichts…

Gill Lewis, „Polly und der Wurstdieb“ aus der Reihe „Die Schule für kleine Hunde“, dtv junior 2017,  6 – 9 Jahre, 125 Seiten, 8,95 €

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Bei der Mülltrennung zu helfen ist Ehrensache, also bringen die Kinder die leeren Glasflaschen zum Flaschencontainer. Dort machen sie einen merkwürdigen Fund neben dem Container: eine große Tüte mit geöffneten Briefumschlägen.

Da stimmt etwas nicht, und so bringen sie die Briefe zur nächsten Polizeiwache. Hier erfahren sie, dass ein Briefträger den Diebstahl der Briefe von seinem Fahrrad bereits angezeigt hat. Die Polizisten lassen sich noch die genaue Fundstelle am Flaschencontainer von den Kindern zeigen und fahren die beiden dann im Streifenwagen nach Hause. Dort haben sie eine Menge zu erzählen, denn sowas erlebt man nicht alle Tage. Und Papa ist sogar ein bisschen neidisch…

Martin Klein, „Zwei bei der Polizei“, Duden Leseprofi 1. Klasse, Große Fibelschrift, Rätselfragen mit Lösungsschlüssel, Fischer Verlag 2017, 44 Seiten, 7,99 €

Ebenfalls für die 1. Lesestufe in großer Fibelschrift ist „Polizeihund Bolle im Einsatz“, als er mit seinem  Hundeführer Ben zusammen zum Juwelier Klunker gerufen wird, der überfallen und beraubt wurde. Mit Sirene und Blaulicht sausen Ben und Bolle zum Juweliergeschäft und befreien Herrn Klunker, der gefesselt und geknebelt in seiner Werkstatt sitzt und gerade noch mit seiner Nase den Alarmknopf drücken konnte.

Der Räuber hatte eine Schweinchen-Maske vom Fasching aufgesetzt und ihm mit einer Pistole gedroht. Nun gehen die Ermittlungen los. Ein zerknülltes Taschentuch mit blauem Rand, das auf dem Fußboden der Werkstatt liegt, scheint dem Täter zu gehören: Es wird fotografiert und in eine Tüte gepackt.

Nachdem die ersten überprüften Tatverdächtigen alle ein Alibi haben, schnuppert Bolle an einer Tasche und wird fündig: noch so ein blau umrandetes Taschentuch! Dank moderner Kriminaltechnik mit DNA-Analyse hat es nicht viel Sinn zu leugnen. Und Ben und Bolle werden am Schluss gefragt, ob sie nicht zukünftig im Raubdezernat arbeiten wollen.

Katja Reider (Text) und Daniel Sohr (Illustrationen), „Polizeihund Bolle im Einsatz“, Leserabe 1. Lesestufe, Ravensburger Buchverlag 2017, 7,99 €

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Fingerabdruck, Handabdruck, DNA-Abgleich und andere Ermittlungsmethoden werden im WAS IST WAS -Band 120 „Polizei – Streife, Kripo, SEK“ für Leser ab 8 Jahren erklärt. Was macht die Kriminalpolizei, was die Schutzpolizei? Was fällt in die Zuständigkeit der Bundespolizei? Wieso ist eigentlich die Wasserschutzpolizei für Umweltkriminalität und Tierschutz zuständig, und wer gehört alles zur Küstenwache?

In 5 Kapiteln bietet das Buch einen Überblick über alle Aufgaben der Polizei von der Verkehrserziehung an Schulen über Diebstahlsanzeigen bis hin zur Aufklärung von Kapitalverbrechen wie Mord.

Was man an winzigen Textilfaserspuren unterm Rasterlektronenmikroskop erkennen kann und wie Handschriftenanalyse und Stimmprofil einen Täter überführen können, wird erklärt.

Auch die Geschichte der Polizei und die Herkunft des Begriffes Polizei werden kurz angerissen. Wer darüber mehr erfahren möchte, für den lohnt sich auch ein Besuch in der historischen Abteilung des Polizeimuseums in Hamburg, (Link auf die Website des Museums siehe unten).

Polizei – Streife, Kripo, SEK, WAS IST WAS Band 120, ab 8 Jahren, Tessloff Verlag 2013, 48 Seiten, 9,95 €

http://polizeimuseum.hamburg/polizeigeschichte-/

Winterfell und Frostschutzmittel

Kälte und Nahrungsknappheit prägen die Winterzeit für Wildtiere und Wald und Flur: Wenig fressen, viel frieren, das zwingt zum Energie sparen und auch die Tiere, die keinen Winterschlaf halten, fahren Stoffwechsel, Atemfrequenz und ihre Körpertemperatur herunter.  Werden sie in dieser Zeit aufgescheucht, in Unruhe versetzt, verbrauchen sie wervolle Energie.

Die Beschneidung ihres Lebensraumes durch zunehmende Ausbreitung von Wohn- und Industriegebieten ist für große Tiere wie den Rothirsch generell ein Problem. Kein Wunder also, wenn er bei Nahrungsmangel junge Bäume schält und Knospen frisst.

Insektenlarven und -puppen produzieren eine Art  Frostschutzmittel und kommen so über den Winter.

Stand- und Strichvögel passen ihr Überwinterungsverhalten den jeweiligen Witterungsbedingungen an und verhalten sich nicht in jedem Herbst oder Winter gleich.

Eine spezielle Art, sein Gefieder wasserabweisend eintzufetten, hat der Graureiher: Da seine Bürzeldrüse sehr klein ist, hat er Puderfedern an Brust und Bauch, die in ein fetthaltiges Puder zerfallen. Dieses Puder verteilt er über den ganzen Körper und schützt so sein Gefieder vor Nässe.

Schneehuhn, Reh und Haselmaus  – Tiere im Winter, Text und Illustrationen Thomas Müller, empfohlen ab 6 Jahren, Gerstenberg Verlag 2017, 16,95 €

Nachtaktive Tiere hat Thomas Müller in dem Band „Eule, Fuchs und Fledermaus – Tiere der Nacht“ in ebenso naturgetreuen Illustrationen bereits 2016 vorgestellt. Neben Fledermaus und Eule lernen wir hier die Nachtigall und das Glühwürmchen kennen und lesen über das Nachtleben von Hermelin, Wachtelkönig und Totenkopfschwärmer.

Beide Bücher sind großformatig, 25 x 33,5cm,  und haben jeweils 64 Seiten. Die Wintertiere tummeln sich auf schneeweißen Seiten, die Tiere der Nacht hingegen im Mondschein und auf pechschwarzem Untergrund. Letzteres war anfangs für die kleineren Kinder etwas gewöhnungsbedürftig, nach der Lektüre des Winterbandes konnten wir dann aber als Folgelektüre die Nachttiere genießen, wenn auch weiterhin mit leichtem Gruselfaktor.

Eule, Fuchs und Fledermaus – Tiere der Nacht, Text und Illustration Thomas Müller, Gerstenberg Verlag 2016, 16,95 €

Pfannkucheneis und Leberwurstbaum

Die Küstenseeschwalbe kennt beide, die Eisbären in der Arktis und die Pinguine in der Antarktis. Im arktischen Sommer brütet die Küstenseeschwalbe am Nordpol und zieht mit ihren Jungen, wenn der Sommer sich dort dem Ende neigt, 80.000 km bis in die Antarktis zu den Pinguinen, um die restliche Zeit des Jahres im antarktischen Sommer zu verbringen. Sie braucht ihren Flug nicht zu unterbrechen, weil ihre beiden Gehirnhälften sich im Flug beim Schlafen abwechseln.

Elfenbeinmöwen hingegen bleiben in der Arktis bei den Eisbären und haben mit den Resten ihrer Beutetiere ein gutes Auskommen.

Tiere, Pflanzen und menschliches Leben in den Polargebieten werden in „Polargebiete – Leben in eisigen Welten“ auf 48 Seiten vorgestellt, Plättcheneis, Frazileis, Pfannkucheneis werden erklärt, von den ersten Landexpeditionen zu den Polen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wird erzählt. Wie baut man ein Iglu, und was macht das Forschungsschiff „Polarstern“ im Eismeer?

Antarktische Riesenquallen mit einem Schirmdurchmesser von einem Meter und Kolosskalamare von 10 Meter Länge sind zu entdecken. Die Flügelspannweite eines Albatrosses wird vermessen und seine Landetechnik inklusive Bruchlandung und  Rolle vorwärts beschrieben.

Polargebiete – Leben in eisigen Welten, WAS IST WAS, Tessloff Verlag 2016, 9,95 €

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Ein fast 200 Seiten starker Sonderband WAS IST WAS führt in die Welt der Pflanzen ein. Alte Bekannte wie der Apfelbaum oder das Gänseblümchen und der Klatschmohn werden jeweils auf einer DIN A 4 Seite genauer betrachtet, aber auch weiter entfernt wachsende Bäume, wie die Kokospalme oder der Arganbaum, auf dessen Zweigen in Marokko und Algerien Ziegen herumklettern, um an die Früchte zu kommen .

Ebenfalls auf dem afrikanischen Kontinent beheimatet ist der Leberwurstbaum, unter dem  man sich nicht schlafen legen sollte. Die Früchte können bis zu 9 Kilo schwer werden und da möchte man nicht darunter liegen, wenn sie reif sind und abfallen. Das Holz wird für die Herstellung von Einbäumen benutzt und ist im Wasser lange haltbar. Elefanten und andere Tiere fressen die Früchte des Leberwurstbaumes gerne.

Aus den Früchten des Kakaobaums kann man Schokolade herstellen, die Bananen sind krumm, weil sie dem Licht entgegenstreben, und manche Froscharten nutzen fleischfressende Kannenpflanzen als Kinderstube für ihren Nachwuchs, weil den Kaulquappen die Verdauungssäfte der Pflanze nichts anhaben können.

Kapitel über Fotosythese, botanische Systematik, Gentechnik und Verteidigungsstrategien wie Dornen, Stacheln und Pflanzengifte gegen Fressfeinde ergänzen das Pflanzenalphabet und machen diesen Sonderband aus der Reihe für Kinder ab 8 Jahren zu einem Hausbuch, das „mitwächst“ und für die ganze Familie nützlich ist.

Welt der Pflanzen, WAS IST WAS, Tessloff Verlag, 192 Seiten, über 950 Fotos, 19,95 €